Shopping in der Karibik

Shopping auf St. Maarten

Shopping auf St. Maarten

Für vielen Menschen ist Shopping auf einer Karibik Kreuzfahrt die liebste Nebensache. Die meisten Karibikinseln haben Freihäfen und zollfreie Zonen eingerichtet. Duty Free lautet das Zauberwort. Wir haben auf amerikanischen Kreuzfahrtschiffen manche Gäste mit richtigen Einkaufszetteln reisen. Schon an Bord gibt es Veranstaltungen, wo erörtert wird, was man wo am besten kaufen kann. Die Reedereien haben in jedem Hafen ein Karten mit den empfohlenen Geschäften. In der Regel findet man dann auch in den Geschäften selber einen entsprechenden Hinweis. Das gibt natürlich eine gewisse Sicherheit.

Duty Free Shopping

Geschäft auf St. Thomas

Geschäft auf St. Thomas

Die bekanntesten Shopping Inseln sind Charlotte Amalie (St. Thomas), Philipsburg (St. Maarten) oder Bridgetown auf Barbados. Aber auch in vielen anderen Häfen gibt es gute Einkaufsmöglichkeiten. Spontan fallen uns noch Aruba, Cozumel, Grand Cayman oder Nassau ein. Es bleibt selten nur beim Anschauen. Den Passagieren wird es auch insofern leicht gemacht, als sich Geschäfte meist in der Nähe befinden, sowohl an Bord als auch beim Landgang. In den Kreuzfahrtterminals der Inseln findet man Dutzende von (zollfreien) Einkaufsmöglichkeiten, vom kleinen Stand oder Shop mit T-Shirts bis hin zur Designer-Boutique. Die Häfen sind gut auf die Kreuzfahrer vorbereitet. Immer gehören Schmuck, Parfüm, Elektronikartikel, Kunsthandwerk und alkoholische Getränke zum Angebot. Auch alkoholische Getränke und manchmal Zigaretten werden gerne gekauft. Wenn sich für Luxusuhren, Schmuck oder hochwertige Unterhaltungselektronik interessiert, sollte man vorher die Preise hierzulande ermitteln, um vergleichen zu können.

Einkaufsbummel in Philipsburg

Einkaufsbummel in Philipsburg

Natürlich ist auch nicht jede Insel gleich. Es gibt regionale Spezialitäten. Auf der Gewürzinsel Grenada dreht sich zum Beispiel alles um Gewürze die dekorativ verpackt angeboten werden. Ein beliebtes Mitbringsel ist Nutmeg. Auf Barbados ist gute Mount Gay Rum ein beliebtes Mitbringsel. Das gilt natürlich auch für Bacardi-Produkte aus San Juan. Beide Brennereien kann man besichtigen. Viele Gäste lassen sich von der karibischen Musik inspirieren und kaufen Reggae- oder Calypso-CD’s. Auf Trinidad und Tobago lebt die Musik der Steelbands. Hier kauft man auch für ein paar Euro bunt angemalte Steel Pans, Musikinstrumente, denen schon Kinder die typischen Rhythmen entlocken können. Auf Roatan und auf anderen Inseln gab es am Strand sehr schöne Gemälde lokaler Künstler zu kaufen. Beim Kauf wird die Leinwand des Bildes vom Rahmen getrennt und zusammengerollt und nimmt so kaum Platz in Anspruch. In Puerto Rico und in der Dominikanischen Republik gibt es gute Zigarren und überall in der Karibik gibt es fantasievolle Kunstgewerbegeschäfte.

Karibische Märkte

Markt auf Antigua

Markt auf Antigua

Ein besonderes Vergnügen auf jeder Karibik Kreuzfahrt ist der Bummel über farbenfrohe karibische Märkte. Der tägliche Markt ist einer der vitalsten und attraktivsten Aspekte des karibischen Alltags. Hier blühen Geschäft und Gemeinschaftsleben, sei es an ein paar Ständen unter einem Baum oder auf einem wimmelnden Großstadtmarkt. Das Angebot reicht von tropischem Obst und Gemüse zu Töpfen und Pfannen, von Süßigkeiten und Seife zu menschlichem Haar für Zöpfe. Lautes Stimmengewirr und das Rufen der Händler begleiten das geschäftige Treiben.

Markt in Pointe à Pitre

Markt in Pointe à Pitre (Guadeloupe

Die Märkte der Karibik waren schon immer mehr als reine Handelsplätze. Im 19. Jahrhundert durften Sklaven dort selbstangebautes Obst und Gemüse verkaufen und sich so ein Zubrot verdienen. Nach Abschaffung der Sklaverei entwickelten sich die Märkte zu Orten, an denen die Menschen zusammenkamen, um Neuigkeiten auszutauschen. Markthallen aus der Kolonialzeit sind meist am roten Wellblech erkennbar. Die Händler legen ihre Ware oft lieber auf Decken im Freien aus, statt die bereitgestellten Tische zu verwenden. Meist ist der Markt Frauensache. Die Röcke bis über die Knie hochgerollt, sitzen die Händlerinnen unter Schirmen auf Kisten oder Bänken. Sie kommen morgens vom Land und ziehen nachmittags wieder ab, wenn sie ihre Ware verkauft haben. Eine Besonderheit ist der Schwimmende Markt von Curacao, der aus etwa 15 Booten besteht. Obst und Gemüse werden über Nacht an Bord gelagert und während der Marktzeit direkt am Kai verkauft. Fliegennetze, die zum Schutz der Ware von den Masten hängen, heben und senken sich mit dem Schwanken der Boote. Die Händler versorgen sich alle paar Tage mit frischem Obst und Gemüse aus Venezuela.

Karibische Handerwerkskunst

Karibische Handerwerkskunst

Wichtigster Bestandteil der meisten Märkte der Karibik ist exotisches Gemüse und Obst. Maniok, ovale oder spitze Süßkartoffeln mit weißem, rotem oder orangefarbenem Fleisch, kugelige Taroknollen mit schlanken Stengeln und herzförmigen Blättern, lange, dünne, haarige Yamswurzeln und vieles andere mehr. Und das ist da natürlich auch das karibische Obst. Die Ananas, von den Indianern als Nahrungsmittel und zur Weinherstellung genutzt, wächst auf einem Stamm inmitten eines Büschels von etwa 30 spitzen Blättern und braucht 15 Monate zur Reife. Die schwarze Ananas ist etwas kleiner und süßer. Die Papaya wächst auf einem hohen, schlanken Baum mit sehr leichtem Holz. Die Frucht kann einen halben Meter lang werden, ist erst grün und bei Reife gelborange, das reife Fruchtfleisch orange. Papaya soll gut gegen Bluthochdruck sein, und die Samenkerne werden bei Verstopfung angewandt. Die Frucht der sehr bekömmlichen Stachelannone hat eine unregelmäßige ovale Form. Auf der hellgrünen Haut wachsen kleine schwarze Häkchen. Im Inneren findet man schwarze Kerne in dem weißen, weichen Fleisch, das wie eine Kombination von Mango und Ananas schmeckt. Die vielen Kerne erschweren den Genuss der frischen Frucht – man koste sie am besten als Eiscreme. Die Guave ist eine überdimensionale Beere, erst grün und bei Reife gelb. Die Kerne sind in weißes oder rosafarbenes Fruchtfleisch eingebettet. Sie schmeckt bittersüß und enthält fünfmal so viel Vitamin C wie Orangensaft. Obwohl der Mangobaum nicht aus der Karibik stammt, ist er im ganzen Gebiet verbreitet. Die gelbroten Früchte haben sehr süßes Fruchtfleisch.

Muskatnüsse

Muskatnüsse

Gewürze gibt es natürlich auch. Insbesondere auf Grenada, wo es die Muskatnuss auf die Nationalflagge geschafft hat. Der Muskatnussbaum liefert zwei Gewürze: Muskatnuss und Muskatblüte. Die gelben, aprikosenartigen Früchte des etwa zwanzig Meter hohen Baumes platzen im reifen Zustand. Das Fruchtfleisch, aus dem auch Konfitüre hergestellt wird, bedeckt die Nuss, die von einem roten, wachsigen Mantel umgeben ist. Diese Muskatblüte wird zum Würzen und für Kosmetikprodukte verwendet. Die eigentliche Nuss wird aus der Schale entnommen und dient als Gewürz und Rheumamittel.

Niemals kaufen würden wir Produkte aus Korallen. Die sind garantiert illegal abgebrochen worden. Auch die Schalen der Conch-Muschel oder Schildpatterzeugnisse sind tabu. An den Zoll im Heimatland muss man bei der Rückkehr denken. Ansonsten, ist Shopping in der Karibik ein großes Vergnügen.

Frontier Theme