Landausflüge auf Guadeloupe

Landausflüge auf GuadeloupeGuadeloupe besteht aus zwei wie Schmetterlingsflügel geformten Hälften, die landschaftlich sehr unterschiedlich sind. Den Körper des Schmetterlings bildet die schmale Riviere-Salee. Die westliche Inselhälfte heißt Basse-Terre und ist mit hohen Bergen um den Vulkan La Soufriere und dichtem Regenwald bedeckt. Der östliche Flüge Grande-Terre ist relativ eben. Hier befinden sich die Hauptstadt Pointe-à-Pitre und die beliebtesten Urlaubsorte. Kühle Nordostpassatwinde mildern das Klima von Guadeloupe. Die Amtssprache ist Französisch. Die Sprache des Volkes, Creole, war früher in den Schulen verboten. Heute ist sie ein Ausdruck stolzer Individualität. Guadeloupe ist französisches Übersee-Departement. Die Bewohner besitzen einen französischen Pass, genießen Wahlrecht und haben den Euro als Zahlungsmittel. Hier finden Sie Tipps für Ihre Landausflüge auf Guadeloupe. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Guadeloupe Islands Tourist Board.

Landausflüge auf Guadeloupe auf eigene Faust

Der Hafen aus der Luft

Der Hafen aus der Luft

Kreuzfahrtschiffe legen im Zentrum von Pointe-à-Pitre an. Der Hafen für Kreuzfahrtschiffe wurde in den letzten Jahren modernisiert und neu gestaltet. Es gibt zwei Terminalgebäude mit allem heute üblichen Komfort. Zu den Einrichtungen gehören Stände der Touristeninformation, Wi-Fi und Gastronomie. In einem Crafts Village kann man Souvenirs und Kunsthandwerk kaufen. Das Zentrum der Hauptstadt ist zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar. Der Kreuzfahrthafen liegt Mitten in der Stadt.

Taxen

Taxen sind auf Guadeloupe teurerer als auf anderen Karibikinseln und die Fahrer können nur selten Englisch. Für eine Fahrt nach Sainte Anne zahlt man ca. 30 $, zum Guadeloupe National Park Forest House etwa 35 $. Achten Sie bezahlbare Sammeltaxis/-busse zu bestimmten Zielen.

Mietwagen

Am Cruise Terminal von Guadeloupe

Am Cruise Terminal von Guadeloupe

Die Straßen (und deren Beschilderung) sind recht gut, so dass sich ein Mietwagen anbietet. Die meisten großen internationalen Mietwagen-Verleiher haben Stationen am gut vier Kilometer entfernten Flughafen. Hertz hat eine Station (Port de Bergevin) beim Busbahnhof in der Nähe des Hafens. Enterpreise Rent a Car hat eine Niederlassung gut 200 Meter weiter. Natürlich kann man immer fragen, ob eine Übernahme des Wagens am Kreuzfahrtterminal möglich ist.

Busse

Blick vom Schiff auf den Hafen

Blick vom Schiff auf den Hafen

Die Abenteuerlustigen unter Ihnen können auch auf Guadeloupe mit öffentlichen Bussen fahren. In der Hauptstadt gibt es zwei Busbahnhöfe, die beide vom Hafen aus zu Fuß erreichbar sind. Die genaue Lage sehen Sie bei Google Maps. Vom Gare Routiere de Bergevin starten Busse nach Basse Terre und vom Gare Routiere de Darboussier geht es zu Zielen auf Grande-Terre. Die Ziele der Busse stehen auf großen Schildern in der Frontscheibe der Busse. Auf dieser Webseite kann man den Routenverlauf nachvollziehen. An Sonn- und Feiertagen gibt es praktisch kein Angebot. Ohne Französischkenntnisse wird es schwer.

Landausflüge auf Guadeloupe buchen

Natürlich bieten alle Reedereien für den Aufenthalt auf Guadeloupe zahlreiche organisierte Landausflüge an. Damit Sie einen Eindruck von dem Angebot bekommen, fügen wir eine Übersicht von Costa Kreuzfahrten bei. Das Landausflugsprogramm anderer Reedereien ist in weiten Teilen ähnlich. Landausflüge lokaler Anbieter können Sie z.B. bei Viator buchen.

Sehenswürdigkeiten auf Guadeloupe

Der zentrale Platz

Der zentrale Platz

Pointe-à-Pitre erstreckt sich entlang der südlichen Krümmung der Meerenge zwischen den beiden Inselteilen. Das Herz der kleinen Inselmetropole ist die schöne Place de la Victoire. Ein wirklich schöner und grüner Platz. Werktags gibt es einen schönen karibischen Obst- und Gemüsemarkt (Marche de la Darse). Hier kann man neben Obst und Gemüse auch allerlei Souvenirs kaufen. Wenn Sie die Place de la Victoire über die Rue Alexandre Isaac verlassen, kommen Sie zur Kathedrale St-Pierre-et-St-Paul. Aufgrund der Bedrohung durch die gefürchteten Hurrikane im Herbst, hat man die Kathedrale mit Eisenstäben verstärkt. Am Südende der Place de la Victoire liegt das sehenswerte Musee Saint-John Perse. Dieses Museum erinnert an den Dichter und Literatur-Nobelpreisträger Alexis Saint-Leger. Dieser stammt von Guadeloupe und ist als Schriftsteller unter dem Namen Saint-John Perse bekannt geworden. Ein Stück weiter kommt man zum eigentlichen Herz der Stadt, dem farbenprächtigen Marche Central. Ein Juwel kolonialer Architektur ist das gegenüberliegende Musee Schoelcher. Es ist Victor Schoelcher gewidmet, einem französischen Politiker, der für die Abschaffung der Sklaverei in den Kolonien kämpfte.

Riviera du Levant (Grande-Terre)

Saint Anne

Saint Anne

Die Dörfer an der Südküste von Grand-Terre wie Le Gosier, Sainte-Anne und Sainte-Francois sind die Touristenzentren von Guadeloupe. Von Pointe-à-Pitre erreichen Sie die Riviera du Levant über die N4. Hier gibt es sehr schöne Strände, große Strandhotels und feine Strandrestaurants. Die Plage Caravelle westlich von Sainte-Anne ist wohl einer schönsten der Insel Guadeloupe. Es gibt ein Club Med Hotel. Trotzdem ist die Plage Caravelle ein öffentlicher Strand und für jedermann zugänglich. Im Hotel Club Med La Caravelle kann man amerikanischen Quellen zufolge einen sogenannten Day Pass erwerben. Dann ist man für den Tag Gast des Hotels und kann die Einrichtungen nutzen. Wir würden das vorab klären, da die Vergabe solcher Pässe unserer Erfahrung nach auch von der Auslastung des Hotels abhängen.

Basse-Terre

Vulkan La Soufriere

Vulkan La Soufriere

Westlich von Pointe-à-Pitre, auf dem linken Flügel des Schmetterlings, ändert sich plötzlich die Landschaft. Die Berge von Basse-Terre ragen empor. Der höchste Gipfel gehört dem Vulkan La Soufriere, der allerdings oft in Wolken gehüllt ist.

Auf Basse-Terre hat man weite Teile geschützt und den Parc National de la Guadeloupe geschaffen. Dieser ist Ziel vieler Landausflüge auf Guadeloupe. Denn natürlich möchten zahlreiche Besucher den Vulkan La Soufriere, den höchsten Berg der Kleinen Antillen, besteigen. Mit dem Auto kommt man bereits in Nähe des Gipfels. Zuerst erreicht man über die gut ausgebaute N 1 die Stadt Basse-Terre. Von dort geht es hinauf in die Berge in das 6 km entfernte Örtchen St. Claude und weiter nach Matouba. Vom Aussichtspunkt (Parkplatz) Savane à Mulets führt der Pfad „Chemin des Dames“ dann zum aktiven Südkrater. Der Weg ist nur etwa 300 Meter lang aber sehr anspruchsvoll. An klaren Tagen ist der Ausblick von oben ein Traum, doch oft ist der Gipfel wolkenverhangen. Reizvoll ist auch eine Wanderung zu den Carbet-Wasserfällen, ganz in der Nähe des Soufriere-Vulkans. In drei Stufen ergießt sich das Wasser die Felswände hinab. Wenn Sie eine entsprechende Vulkan-Tour buchen, achten Sie auf festes Schuhwerk! Beim Besuch von Wasserfällen sollte man am besten ein weiteres T-Shirt dabei haben.

Auf dem Weg zum Wasserfall

Auf dem Weg zum Wasserfall

Eine Alternative für Mietwagenbesitzer ist auch die Route de la Traversee, die Basse-Terre durchquert. Auf halben Weg befindet sich der wunderschöne Wasserfall Cascade aux Ecrevisses. Diesen erreicht man auch zu Fuß von einem Parkplatz aus. Überhaupt ist der ganze Nationalpark von einem dichten Netz an Wanderwegen durchzogen. Die meisten wurden von Armeen angelegt, aber auch von entflohenen Sklaven benutzt, die sich in den Bergen versteckten. Im 19. Jahrhundert trugen wandernde Händlerinnen bis zu einem Zentner Handelsware auf ihren Köpfen. Diese Porteuses waren körperlich sehr fit und konnten bis zu vierzig Kilometer am Tag zurücklegen.

Frontier Theme