Landausflüge auf Dominica

Landausflüge auf DominicaDie üppig grüne Vulkaninsel mit großartiger Landschaft und hübschen Küstendörfern ist ein Traumziel für Karibik Kreuzfahrten. Strände findet man auf Dominica kaum. Dafür Berge, dichten Urwald und unzählige Flüsse. Viele Szenen der „Fluch der Karibik“ Filme wurden hier gedreht. Mit einer Fläche von 46 mal 28 Kilometer ist Dominica die größte der Windward Islands, aber auch die ärmste und am wenigsten erschlossene. Weite Teile sind trotz neuer Straßen schwer zugänglich. Dominica war Hunderte von Jahren ein Bollwerk der kriegerischen Kariben. Deren Nachfahren, die die französische Invasion im 18. Jahrhundert überstanden, leben noch heute in einem Reservat.

Die Landeswährung ist der Eastern Caribbean Dollar. Wie fast überall in der Karibik kommt man mit Kreditkarten und US Dollar gut klar. Die Landessprache in Englisch. Hier finden Sie Tipps für Ihre Landausflüge auf Dominica. Viele Informationen für Ihren Tag auf der Naturinsel finden Sie bei Discover Dominica.

Landausflüge auf Dominica auf eigene Faust

Explorer of the Seas in Roseau

Explorer of the Seas in Roseau

Die meisten Kreuzfahrtschiffe laufen das Roseau Cruise Ship Berth im Zentrum der kleinen Hauptstadt Roseau an. Auf dem Bild sieht man die Explorer of the Seas in diesem Hafen. Der Fotograf stand vor dem Gebäude, in dem das Dominica Museum und die Touristeninformation untergebracht sind. Gelegentlich weichen Kreuzfahrtschiffe zum Woodbridge Bay Deep Water Harbour aus. Dieser befindet sich ca. 2 Kilometer nördlich vom Roseau Cruise Ship Berth am Rande der Haupstadt. Kleine Kreuzfahrtschiffe können auch den Cabrits Cruise Ship Berth in Portsmouth im Norden von Dominica nutzen.

Zu Fuß

In Roseau kann man sich gut zu Fuß bewegen. Direkt am Roseau Cruise Ship Berth befindet sich das kleine Dominica Museum, dahinter der Old Market. Bis zum Botanischen Garten läuft man etwa 20 Minuten. Die Menschen sind arm, eine gewisse Vorsicht ist auf jeden Fall angebraucht. Eine kleine Bimmelbahn (Hibiscus Trolley Train) fährt durch Roseau.

Taxen

Anlegen in Roseau

Anlegen in Roseau

An beiden Häfen in der Hauptstadt werben Taxifahrer um Kundschaft. Zertifizierte Taxis haben ein H, HA oder HB auf dem Nummernschild.

Für die meisten Ziele gibt es festgelegte Preise. Eine Fahrt zu den Trafalgar Falls (25 $), Emerald Pool (35 $) und Champagne Beach (40 $) sind Beispiele. Die Taxifahrer haben häufig Vans und verkaufen bevorzugt Inseltouren. Für vier Stunden zahlt man zwischen 80 und 120 $. Wie immer sollte man die Preisfrage vor Antritt der Fahrt klären.

Mietwagen

Dominica ist eine sehr gebirgige Insel. Rechnen deshalb damit, dass Fahrten deutlich länger dauern, als man aufgrund der Kilometerzahl annimmt. Ein lokaler Führerschein kostet 12 US Dollar. Gefahren wird auf der linken Seite. Lokale Anbieter sind z.B. Island Car Rental (islandcar.dm), Courtesy Car Rental (dominicacarrentals.com) oder Road Runner Car Rental (roadrunnercarrental.com)

Landausflüge auf Dominica buchen

Blick vom Morne Bruce Viewpoint

Blick vom Morne Bruce Viewpoint

In diesem Hafen werden von den Reedereien zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Beispielhaft fügen wir eine Übersicht von TUI Cruises bei. Angebote lokaler Veranstalter finden Sie bei Viator.

Sehenswürdigkeiten auf Dominica

Dominica ist eine gebirgige und mit dichten Wäldern bewachsene Insel. Auf einer Inseltour sieht man unzählige Pflanzen, die man hierzulande im Gartencenter kaufen kann. Das dichte Grün wird nur durch Flüsse und Wasserfälle unterbrochen.

Roseau

Die kleine Hauptstadt Roseau ist ein buntes Gemisch moderner Gebäude, hübscher Holzbauten und viktorianischer Stadthäuser. Hier leben 15.000 Menschen. Direkt am Roseau Cruise Ship Berth befindet sich in einem zweistöckigen Gebäude von 1810 das kleine Dominica Museum. Im Untergeschoß des Gebäudes hat die Touristeninformation ein Büro. Hinter dem Museum ist der Old Market, auf dem früher mit Sklaven gehandelt wurde. Heute gibt es hier Marktstände mit Kleidung, Kunsthandwerk und Souvenirs.

Roseau auf einen Blick

Roseau auf einen Blick

Die katholische Kathedrale nördlich des alten Markts wurde errichtet, obwohl die Regierung die Förderung des Bauvorhabens abgelehnt hatte. Fort Young nicht weit davon dient heute als Hotel mit Zimmern innerhalb der Festungsmauern. Die wahre Schönheit der Naturinsel offenbart sich erst am Stadtrand. Unter einem riesigen weißen Kruzifix auf dem Morne Bruce erstreckt sich auf 16 Hektar der Botanische Garten mit 150 Pflanzenarten. Leider wurden viele Bäume und Zierpflanzen 1979 vom Hurrikan David entwurzelt. Ein von einem riesigen Baum zerquetschter Bus erinnert an die Katastrophe.

Roseau Valley

Boiling Lake

Boiling Lake

Das Roseau Valley ist eine überwältigend fruchtbare Schlucht, an deren Hänge sich winzige Häuser schmiegen. Über dem Tal befinden sich das Papillote Wilderness Retreat und die drei Wasserfälle der Trafalgar Falls. Über eine andere Straßengabelung gelangt man zum Dorf Laudat, dem Tor zum Morne Trois Pitons National Park. Das 6900 ha große Schutzgebiet ist nach dem Berg benannt, von dem sich der beste Ausblick auf die Regenwälder bietet. Wanderwege führen zum Freshwater Lake (mit Wasserkraftwerk), zum Boeri Lake und – für besonders Abenteuerlustige – ins lebensfeindliche Valley of Desolation (Tal der Einsamkeit) mit blubbernden Schlammlöchern und dem Boiling Lake, einem Vulkankrater voll siedenden Wassers, in dem das Frühstücksei in drei Minuten gar ist.

Soufriere (Champagne Beach)

Südlich der Hauptstadt führt die Straße vorbei am kleinen Hotelbezirk Castle Comfort und quer durch Limonenplantagen nach Soufriere. Das Dorf ist nach den Schwefelquellen in der Nähe benannt. Hier liegen die besten Tauchgebiete, die Jahr für Jahr begeisterte Sporttaucher anziehen. Nicht weit von den Felszacken, Höhlen und Abstürzen sprudelt kochend heißes Süßwasser aus einer Quelle hervor, die den exotischen, aber passenden Namen Champagne trägt. Unter Wasser setzt sich die dramatische Landschaft fort. Das so genannte Champagne Reef ist das beliebteste Tauchrevier auf der Insel.

Die Kariben

Kariben

Kariben

Die Straße ins Inselinnere windet sich in bergigen Regenwald hinauf. Eine Abzweigung führt zu den Middleham Falls und zum Emerald Pool, ebenfalls mit Wasserfall (schön, aber nicht sehr wild). Von hier geht die Straße hinab nach Castle Bruce am Atlantik und wendet sich nördlich zur Carib Reserve. Hier an der Ostküste Dominicas leben einige der letzten Angehörigen der indianischen Volksgruppe, der die Karibik ihren Namen verdankt. Die stolzen und kriegerischen Kariben herrschten früher unumschränkt über die östliche Karibik. Europäische Kolonisatoren hatten sie jedoch um 1790 in einem Zermürbungskrieg in die entlegensten Teile Dominicas gedrängt. Erst 1903 erhielten sie offiziell ein eigenes Territorium. Hier kann man auch sehen, wie die Karibenkanus durch Aushöhlen von Baumstämmen gebaut werden. Große Kanus boten über hundert Menschen Platz. Die Kanubauer suchten einen geeigneten Akazienbaum, der gefällt und mit Werkzeugen aus Muschelschalen ausgehöhlt wurde. Mit Hilfe von Steinen und durch Sengen wurden die Seiten erweitert und dann mit Planken versehen. Kriegskanus konnten genauso schnell fahren wie ein europäisches Kriegsschiff unter vollen Segeln.

Portsmouth

Bootsfahrt auf dem Indian River

Bootsfahrt auf dem Indian River

Portsmouth, die zweitgrößte Stadt, an einer weiten Bucht im Nordwesten, ist noch verschlafener als Roseau. Manchmal machen Kreuzfahrtschiffe auch hier fest. Kanufahrten führen an den Mangroven des Indian River vorbei. Wegen der Malariasümpfe in der Umgebung zogen die englischen Siedler nach Roseau, so dass Portsmouth nie Hauptstadt wurde.

Die ehemalige Garnison Cabrits National Park auf der nahen Landspitze wurde hervorragend restauriert. Viele Kasernen wurden instandgesetzt, und Fort Shirley beherbergt heute ein Museum. Zum Park gehört auch ein Tauchgebiet. Die schwarzen Sandstrände von Portsmouth sind annehmbar, doch verbergen sich Dominicas schönste Strände in Buchten im Nordosten (etwa bei Hampstead oder Calibishie). Aber man hat auf einer Karibik Kreuzfahrt viele Gelegenheiten zu Strandtagen. Hier auf Dominica stehen andere Attraktionen im Vordergrund.

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