Landausflüge auf Barbados

Landausflüge auf Barbados

Barbados

Barbados ist die wohl britischste aller karibischen Inseln und ein Traumziel jeder Karibik Kreuzfahrt. Sie hat ein leicht hügeliges Hinterland und ist von attraktiven Stränden umgeben. Barbados ist verhältnismäßig wohlhabend, ruhig und freundlich. Hier hat man die Tourismusindustrie langsam aufgebaut und ließ nicht zu, dass das Leben und der Landescharakter dabei zugrunde gingen. Spezialitäten der Insel sind ihr berühmter Rum, das lebhafte Nachtleben an der Südküste und die Leidenschaft für Kricket.

Barbados hat die Form einer schräg stehenden Birne und besteht ausschließlich aus Korallenkalk. Die Insel ist 34 km lang und 22 km breit und liegt etwas abseits im Atlantik. Von der Westküste steigt das dort mit Zuckerrohr bepflanzte Land sanft an und führt über die zentralen Ebenen bis zur 300 m hohen Erhebung von Hackleton’s Cliff im Osten. Nördlich davon liegt der hügelige Scotland District, wo die Insel mit 340 m bei Mount Hillaby ihren höchsten Punkt erreicht. Mächtige Wellen vom Atlantik branden an die Ostküste und schneiden bizarre Gesteinsformen aus, wodurch die Küste Jahr für Jahr weiter abgetragen wird. Hier finden Sie Tipps für Ihre Landausflüge auf Barbados. Weitere Informationen gibt es bei Visit Barbados.

Barbados auf eigene Faust

Kreuzfahrtschiffe machen im Hafen der Hauptstadt Bridgetown fest. Es gibt ein großes Kreuzfahrt-Terminal mit zahlreichen Geschäften, Ausflugsveranstaltern, Autovermietern und einem Stand der Touristeninformation.

Bridgetown im Überblick

Zu Fuß

Das Cruise Terminal ist knapp zwei Kilometer vom Zentrum der kleinen Inselhauptstadt Bridgetown entfernt. Das kann man gut zu Fuß schaffen. Man kommt nach etwa 200 Metern am Pelican Craft Center vorbei. Hier gibt es viele kleine Geschäfte. Wer ein Souvenir sucht, wird hier wahrscheinlich bereits fündig. Bridgetown mit seinen Geschäftsstraßen rund um die Broadstreet ist fußgängerfreundlich. Auch die Strände der Carlisle Bay sind zu Fuß zu erreichen.

Taxen

Blick auf den Hafen

Blick auf den Hafen

Zahlreiche Taxen warten vor dem Cruise Terminal. Diese bieten Fahrten zu bestimmten Zielen und Rundfahrten an. Die Fahrpreise für die meisten Strecken sind festgelegt, Taxameter sind nicht üblich. Man sollte man die Preisfrage (und die Währung!) vorab mit dem Fahrer klären. Zwei Barbados-Dollar sind ein US Dollar. Da ist es wichtig zu wissen, über welchen Dollar man spricht.

Die Fahrt ins Stadtzentrum kostet 5 US Dollar, zum Strand Silver Sands zahlt man ca. 18,50 US Dollar und zum Crane Beach ca. 26 US Dollar. Aber das sind nur Richtwerte. Man kann ein Taxi auch für ein paar Stunden mieten. Für eine dreistündige Rundfahrt wurden 75 US Dollar verlangt. Es muss aber nicht immer ein eigenes Taxi sein. Für die Fahrt ins Stadtzentrum oder zu beliebten Stränden gibt es in der Regel Sammeltransporte. Von Sammelpunkten vor dem Terminal werden die Kreuzfahrer dann mit Minibussen gefahren.

Busse

Pelikan Crafts Center

Pelikan Crafts Center

Die gelbblauen Busse des Transport Board fahren über die ganze Insel. Das Princess Alice Bus Terminal hinter dem Pelikan Caft Center ist vom Hafen aus schnell zu Fuß erreichbar. Das Fairchild Street Terminal befindet sich im Stadtzentrum. Der Fahrpreis ist für alle Strecken gleich (2 BD$). Sie müssen das Geld passend haben, um an Busbahnhof so genannte Tokens kaufen zu können, die jeweils für eine Fahrt gültig sind. Mit US Dollar kommt man hier nicht weiter.

An den Haltstellen auf der Insel steht immer „to City“ oder „out of City“. Damit ist immer die Hauptstadt gemeint. Alle Busse „to City“ fahren nach Bridgetown. Wenn man sich die Nummer des Busses merkt, kommt an auch wieder zurück.

Neben großen Bussen des Transport Boards sieht man unterwegs auch zahlreiche Kleinbusse. Die Nummerschilder dieser Fahrzeuge beginnen immer mit ZR, weshalb auch von ZR-Vans gesprochen wird. Diese private Busse sind nehmen jeden mit und sind oft sehr voll.

Mietwagen

Kreuzfahrtschiffe in Bridgetown

Kreuzfahrtschiffe in Bridgetown

Wer den Linksverkehr nicht scheut, kann auch einen Mietwagen mieten. Allerdings ist die Zahl der Fahrzeuge begrenzt. Man sollte bereits vorab ein Fahrzeug reservieren.  Die notwendige lokale Fahrerlaubnis gibt es beim Verleiher. Eine Besonderheit auf Barbados sind die kleinen Mini Mokes. Kleine Fahrzeuge ohne Türen. Aber Anschnallen ist Pflicht. Vergehen werden streng bestraft. In Bridgetown sind überwiegend lokale Verleiher ansässig. In Hafennähe ist zum Beispiel eine Niederlassung von Voyager Rent-A-Car (voyagerbarbados.com)

Landausflüge auf Barbados buchen

In Barbados werden wie überall zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Beispielhaft fügen wir eine Übersicht von Tui Cruises bei. Die Landausflüge können in der Regel bereits ca. 6 Monate vor Reiseantritt reserviert werden. Aber natürlich geht das auch noch an Bord. Es gibt natürlich auch zahlreiche lokale Ausflugsanbieter. Informationen und Erfahrungen dazu finden Sie in den Foren (Boards) des amerikanischen Kreuzfahrtfahrtportals CruiseCritic.com. Wir haben mit der Firma Glory Tours gute Erfahrungen gemacht. Viele interessante Landausflüge gibt es bei Viator. Hier sind alle Veranstalter geprüft. Viator bietet darüber hinaus eine Tiefspreisgarantie und eine sichere Buchungsabwicklung.

Sehenswürdigkeiten auf Barbados

Barbados hat für Gäste auf einer Karibik Kreuzfahrt viel zu bieten. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Highlights möchten wir Ihnen hier näher vorstellen.

Die Hauptstadt Bridgetown

Parlament

Parlament

Die Hauptstadt von Barbados liegt an einer breiten geschützten Bucht in der Südwestecke der Insel. Alte Kolonialgebäude und moderne Büros stehen im Stadtzentrum nebeneinander. Dazu kommen zahlreiche Geschäfte rund um die Broad Street, denn Barbados ist auch ein Einkaufsparadies. Und in Bridgetown gibt es auch einen schönen Strand. Die Carlisle Bay sehen Sie bereits vom Schiff aus. Man kann als einen schönen Tag allein in der Hauptstadt von Barbados verbringen.

Stadtansicht

Careenage

Das traditionelle Herz der Stadt ist die Careenage, wie der Mündungsbereich des Constitution River auch genannt wird. Hier gingen zu Zeiten der Segelschiffe Passagiere an Land. An der Nordseite der Careenage liegt der Trafalgar Square. Er ist zwar kleiner als sein Namensvetter, weist aber gleichfalls eine Statue von Admiral Horatio Nelson auf. Neben ihm stehen zwei öffentliche Gebäude in auffälligem Kolonialstil, in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts aus Korallenkalk erbaut. Sie haben Zinnen und Spitzbögen, rote Blechdächer und grüne Fenster mit Lüftungsschiebern, die bereits bei leichtem Wind eine Kühlung bewirken. Das 1639 gegründete House of Assembly, der heutige Parlamentssitz, steht Besuchern offen. Mitten auf dem Trafalgar Square steht ein kleiner Brunnen, dessen Schüsseln von den Schwänzen bunter Delphine getragen werden. Er wurde 1865 errichtet und erinnert an die damals eingeführte Trinkwasserversorgung – ein wichtiges Ereignis in einer heißen Stadt. Von diesem Platz geht eine wichtige Geschäftsstraße aus, die Broad Street, die die wichtigsten Geschäfte von Bridgetown in alten Kolonialgebäuden beherbergt. Nördlich vom Platz befindet sich die Swan Street, werktags ein typisch karibischer Straßenmarkt, wo Verkäufer an ihren bunten Ständen alles anpreisen.

Ein paar Kilometer südlich der Careenage befindet sich die Garrison Savannah, der Militärdistrikt der Kolonialzeit, dessen alte georgianische Baracken immer noch zu sehen sind. Das 120 Hektar große Gebiet wird heute meist für Sportereignisse genutzt. Das Barbados Museum liegt an der Ecke der Savannah, in der überraschend schönen Umgebung des früheren Inselgefängnisses. Die Exponate, darunter alte Sklavenhütten sowie Materialien zur Geschichte der Eisenbahn, erzählen vom Leben vor und während der Kolonialzeit. Die Räume wurden mit zeitgenössischen Möbeln ausgestattet, und in den ehemaligen Zellen sind Karten und Stiche zu bewundern.

Die Westküste

Strand an der Westküste

Strand an der Westküste

Die nach Westen gelegene ruhige karibische Küste besteht aus einem fast ununterbrochenen Streifen prächtiger Sandstrände. Wegen der vielen Luxusherbergen wird dieser Abschnitt gerne auch Platinum Coast genannt. Direkt vom Kreuzfahrtschiff aus sehen Sie den Brighton Beach, der wegen einer berühmten Beach Bar (Weiser) auch Weiser‘s Beach genannt wird. Wer einen Strand in der Nähe sucht, wird hier bereits fündig.

Aber im weiteren Verlauf der Westküste gibt es viele weitere Strände. Manchen sind allerdings in den letzten Jahren schmaler geworden. Die wenigen Grenzzäune zwischen den Stränden kann man an einigen Stellen im flachen Wasser watend umgehen. Alle Strände sind öffentlich und es gibt ein Durchgangsrecht. Die Hotels stellen Ausrüstungen für den Wassersport zur Verfügung. Wer nicht Hotelgast ist, kann verhandeln, Empfehlenswerte Wassersportmöglichkeiten bietet die Paynes Bay in der Nähe des berühmten Sandy Lane Hotels.

Wenn man mit einem Mietwagen auf den Straßen, die im Norden aus Bridgetown herausführen, unterwegs ist, gelangt man zum Spring Garden Highway. Nördlich des Stadtzentrums liegt das Kensington Oval, das Kricketstadion, ein populärer Treffpunkt der Bajans. Ihre Begeisterung für dieses Spiel macht einen Besuch zu einer aufregenden Angelegenheit. An der Küste in der Nähe liegt die Mount Gay Rum Distilleries. Führungen umfassen einen Blick auf Destillation und Lagerung und die Gelegenheit, den Rum zu kosten. Ein Stück weiter liegt Holetown, die erste europäische Siedlung auf Barbados. Die Kolonisierung erfolgte, nachdem Captain John Powell im Jahre 1625 die Insel für Großbritannien beansprucht hatte. Die kleine, aber stattliche St James Parish Church ist aufgrund ihrer englischen Architektur bemerkenswert. Der Folkestone Marine Park and Museum verfügt über ein kleines Meeresmuseum und einen Schnorchelpfad durch die Korallengärten vor der Küste. Im Hinterland liegt Harrisons’ Cave, eine beleuchtete Höhlenwelt mit spektakulären Stalaktiten, Stalagmiten und Wasserfällen. Zurück an der Küste, gelangen wir zwölf Kilometer nördlich der Hauptstadt nach Speightstown, einem Städtchen mit einigen guten Bars. Nördlich finden Sie Zuckerrohrfelder, kleine Siedlungen und verlassene Strände.

Die Ostküste

Wilde Ostküste

Wilde Ostküste bei Bathsheba

Hinter der Hauptstadt steigt das Land in den Vorstädten von Bridgetown (wo die Bajans ihre Grundnahrungsmittel Süßkartoffel und Yams anbauen) langsam bis zu den Klippen an, die über der Atlantikküste stehen. Einen Blick lohnt das Codrington Colleges, ein Priesterseminar mit Schule (das Gebäude ist Besuchern nicht zugänglich) aus dem frühen 18. Jahrhundert, zu dem eine Straße mit großen Königspalmen führt. Die steile, ziemlich abgelegene Ostküste erscheint ungewöhnlich auf einer Insel, die man im Allgemeinen mit ruhigem Meer, leicht geneigten Stranden und Palmbäumen verbindet. Vom Hackleton’s Cliff mit der St John’s Parish Church hat man einen grandiosen Blick über kleine Dörfer bis zur Ostküste, wo die Wellen des Atlantiks auf mächtige, ausgewaschene Felsen zurollen. Das Meer ist hier rau und unberechenbar, und Zeichen am Strand warnen vor gefährlichen Strömungen. Es wird geraten, hier nicht zu schwimmen. Die Barbadianer folgen dem Rat nicht, doch Touristen sollten ihn beherzigen. Die Andromeda Gardens liegen in der Nähe von Bathsheba am Abhang und beherbergen Pflanzen aus den ganzen Tropen, darunter Rote Jasminbäume, Orchideen und den Baum der Reisenden. Bathsheba und Cattlewash sind heute Fischerdörfer, doch sind einige Küstenvillen aus der Zeit übriggeblieben, als die Kolonialherren hierherkamen, um der Hitze in Bridgetown zu entfliehen.

Scotland District

St. Nicholas Abbey

St. Nicholas Abbey

Scotland ist ein hügeliger Distrikt im Nordosten von Barbados. Eine Reihe von Bergspitzen, darunter der Mount Hillaby, der höchste Berg der Insel, blicken über die Atlantikküste. Für diese abgelegene Gegend braucht man mit dem Auto einen halben Tag, man kommt dabei durch recht isolierte Siedlungen. Der Flower Forest am Highway 2 hat markierte Pfade, die von Mango- und Brotfruchtbäumen gesäumt sind, und weist viele tropische Blumen (wie Hibiskus) auf. Turner’s Hall Woods ist der letzte Rest des natürlichen Waldes, der einst Barbados bedeckte, bis er für Zuckerplantagen gerodet wurde. Hier kann man für die Insel typische Baumarten sehen sowie Affen und Vögel, etwa den Bartgimpel und den Trauergrackel. Früher war Barbados völlig von Zuckerrohr bedeckt, und es gab auf der Insel auch an die 500 Windmühlen, deren Flügel sich stetig mit den Passatwinden drehten. Sie trieben Mühlsteine an, die das Zuckerrohr zerquetschten, um dessen Saft zu gewinnen. Die Morgan Lewis Mill ist die letzte ihrer Art, und obwohl sie nicht mehr funktionstüchtig ist, kann noch die alte Mechanik bestaunt werden. In der Barbados Wildlife Reserve kann man auf Stegen aus Mahagonibrettern wandeln und freilebende Agutis, Brillenkaimane sowie Leguane beobachten. Ein Cafe bietet dort eine Reihe von Snacks sowie karibische Fruchtsäfte an, die mit Mango oder bitterer Tamarinde aromatisiert sind. St Nicholas Abbey im nördlichen Scotland ist keine Abtei, sondern die Verwaltung einer Plantage, die bis in die 30er Jahre hinein noch in Betrieb war. Ein fesselnder Film zeigt Momentaufnahmen aus der Zeit um die Jahrhundertwende, mit Zuckerarbeitern, sich drehenden Mühlen und Mauby Ladies, die das bittere Mauby-Getränk aus Gefäßen servierten, die sie auf dem Kopf trugen.

Die Südküste

Strand an der Südküste

Crane Beach an der Südküste

Die Südküste von Barbados Karibik ist ganz anders als die besser bekannte Westküste. Sie zieht eher die jüngeren, aktiven Touristen an, die Hotels sind kleiner und billiger. Unserer Meinung nach gibt es heute hier die schöneren Strände. Zum Beispiel zwischen der Hauptstadt Bridgetown und dem St Lawrence Gap. Ein schöner Strand ist zum Beispiel der Accra Beach beim Accra Beach Hotel in Rockley. Manchmal wird dieser Strand auf einfach Rockley Beach genannt. Ganz in der Nähe befindet sich der lange Sandy Beach (auch Worthing Beach genannt). Das St. Lawrence Gap ist mit vielen Restaurants und Bars die Amüsiermeile der Insel. Weiter im Osten sieht man das Crane Beach Hotel auf einer hügeligen Anhöhe über dem Atlantik. Der Crane Beach zählt zu den schönsten Stränden der Karibik.

Jenseits von Maxwell, das für gutes Windsurfen bekannt ist, liegt die vierte Stadt von Barbados, Oistins, ein Fischerort, wo der Tagesfang am Meer verkauft wird. Im Hinterland befindet sich das Sunbury Plantation House and Museum in einem Plantagenhaus aus der Zeit um 1665. Damals hatte der großflächige Anbau des Zuckerrohrs gerade begonnen. Das Haus wurde restauriert, und in den Gärten ist eine Sammlung aus Lastkarren und Kutschen aus dem 19. Jahrhundert zu besichtigen.

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