Karibik aktiv

Karibik aktiv

Segeltörn

Auf einer Karibik Kreuzfahrt können Sie sich auf viele Arten und Weisen aktiv betätigen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Karibik aktiv zu erleben. Die Bandbreite reicht vom Angeln bis zu verschiedensten Wassersportarten.

Wassersport

Die Karibik ohne Wassersport? Undenkbar! Die warmen Gewässer und konstanten Passatwinde machen die Inseln zu idealen Orten für Windsurfer, Sporttaucher, Jetskifahrer und Freunde des Parasailing. Doch es geht nichts über die Freiheit beim Segeln! Tagesausflüge werden von mehreren Inseln aus angeboten. Am besten sind die Virgin Islands zum Segeln geeignet, beide aufregend schön und mit idealen Segeldistanzen. Die Virgin Islands zeichnen sich durch gute Häfen aus, was bedeutet, dass es in der Hauptsaison hoch hergeht. Die Grenadinen sind von wilderem Reiz, doch gibt es dort auch in ruhigeren Buchten schon Restaurants und Bars.

Schnorcheln und Tauchen

Unterwasserwelt

Schnorcheln auf Bonaire

Die Meeresfauna der Karibik ist außerordentlich fortpflanzungsfreudig und farbenprächtig. Korallen wachsen wie Wälder auf Riffen und zerklüftetem Meeresboden. Hier verstecken sich Schalentiere von bizarrer Schönheit, während Fischschwärme mit exotischen Namen und Farben vorbeiziehen. Die Unterwasserwelt ist für uns eines der Highlights einer Karibik Kreuzfahrt. Mit Taucherbrille und Schnorchel kann man bereits sehr viel erleben. Noch besser sind natürlich Tauchgänge. Wer nicht tauchen möchte, kann die Korallenwelt durch den Glasboden von Spezialbooten beobachten oder ins Aquarium gehen.

Das Aquarium von Guadeloupe liegt zwischen Bas du Fort und Gosier, das von Martinique an der Straße von Fort de France nach Schoelcher. Beide zeigen Fische aus der Karibik und anderen Regionen und zeichnen sich durch gute Erläuterungen aus. Das Seaquarium von Curacao gehört zum Unterwasserpark östlich von Willemstad. Der Coral Park auf St. Thomas stellt in verschiedenen Behältern über hundert Fischarten zur Schau. Die interessanteste Zusammenstellung bietet das Aquarium von Frederiksted auf St Croix, wo die Unterwasserwelt detailreich und spannend erklärt wird. Die Eintrittspreise sind zum Teil recht hoch. Manchmal hat man auch den Eindruck, dass es mit dem Tierschutz nicht allzu genau genommen wird. Schöner ist es zweifellos, das bunte Treiben durch eine Taucherbrille zu betrachten.

Unterwasserwelt

Schnorchler über Korallen

Korallen leben in Tiefen, die noch vom Sonnenlicht erreicht werden. In der Karibik gibt es etwa 75 Arten, von denen zehn für neunzig Prozent des Wachstums verantwortlich sind. Am bekanntesten ist vielleicht die weiße Hirnkoralle, deren Oberfläche den Windungen des menschlichen Gehirns ähnelt. Die Hirschhornkoralle bildet krustige Geweihe, die Elchhornkoralle ausladende Äste, während bei anderen Arten Polypen wie Zähne hervorragen oder sich Tentakel in Massen ausgebildet haben. Fächerkorallen stehen in der Strömung, aus der sie Nährstoffe filtern, während Seefedern mit der Wasserbewegung schwingen. Schwämme und Seeanemonen tragen weiter zur Vielfalt und Farbenpracht des Unterwasserreichs bei. Manche Schwämme bilden bis zu zwei Meter lange rosa, orange oder gelb gefärbte Röhren, andere verstecken sich unscheinbar in Ritzen des Riffs. Seeanemonen erscheinen wie komplexe Blüten, die sich oft nur nachts entfalten. Manche kommen auch tagsüber hervor, ziehen sich aber blitzartig in Spalten zurück, wenn sie gestört werden. Sie leben häufig in Symbiose mit tagaktivem Krebsen wie der auffällig rot und weiß gestreiften Korallengarnele.

Tauchen auf Grand Turk

Tauchen auf Grand Turk

Bei nächtlichen Tauchexkursionen bekommt man eine andere Unterwasserfauna zu Gesicht. Krabben und Hummer verlassen ihre Verstecke, um auf Nahrungssuche zu gehen, und Seesterne öffnen sich wie bizarre Wasserpflanzen. Kraken, Tintenfische und winzige Seepferdchen sind wegen ihrer Tarnung nur schwer zu entdecken. Seegurken stechen dagegen sofort ins Auge: Sie sehen aus wie bewegliche Unterwasserwürste. Die großen Meeresschnecken, die auf den französischen Antillen Lambi heißen, sind ebenfalls nachts am besten zu beobachten. Da ist es wirklich schade, dass nächtliche Tauchgänge auf Karibik Kreuzfahrten nur selten möglich sind. Einige Meeresbewohner sollte man meiden. Feuerkorallen und bestimmte Quallen verursachen bei Berührung schmerzhafte Verbrennungen. Nicht minder qualvoll sind abgebrochene Seeigelstacheln unter der Haut.

Meeresschildkröte

Meeresschildkröte

Die Karibik ist Lebensraum für etwa tausend Fischarten, von denen viele die nahrungsreichen Riffe bevölkern. Engelfische und Schmetterlingsfische lauern in der Strömung auf Beute. Eine Art der Schmetterlingsfische hat am Schwanz die Imitation eines zweiten Augenpaares, um Raubfische zu verwirren. Andere Arten bezaubern durch ihre Schönheit. Kaiserfische etwa tragen ein samtig blaues und goldenes Schuppenkleid, während andere Riffbewohner Gelb und Schwarz bevorzugen. Zahlreiche Arten sind nach ihrer Form oder ihrem Verhalten benannt: Jungfernfische verbergen sich in den Riffen, wo sie Algen abgrasen und laichen, Sergeanten verteidigen ihren Laich mit aller Schärfe, Knurrfische geben bei Beunruhigung Grunzlaute von sich und Chirurgenfische besitzen messerscharfe Schwanzflossen. Lippfische sind Aasfresser und bilden Harems, die von einem Männchen geführt werden. Wird dieses Männchen gefressen, wechselt das größte Weibchen einfach das Geschlecht und übernimmt die Führungsrolle. Papageifische knabbern Polypen und den festen Korallengrund ab und spucken die zerkauten Reste aus, wodurch sie beträchtliche Mengen Sand erzeugen. Zu den Raubfischen zählen Barsche und Schnapper, eine der häufigsten Arten. Sie formieren sich in Schwärmen, bewegen sich synchron und schnappen nach allem, was essbar ist. Barrakudas patrouillieren häufig einzeln oder in kleinen Gruppen um bestimmte Felsen. Größere Fische leben im tieferen Wasser vor den Riffen und werden zum Teil von den Booten der Sportangler verfolgt.

Hochseeangeln

Blue Marlin in Key West

(Unechter) Blue Marlin in Key West

Angler können auf einer Karibik Kreuzfahrt ebenfalls ihrem Hobby frönen. Heute kann man vor den meisten Inseln der Antillen angeln, der Sport ist besonders vor Kuba, Jamaika und den Cayman Islands beliebt. Hochseetüchtige Fischerboote besitzen große Oberdecks, von denen aus die Kapitäne einen guten Ausblick haben. Das Boot schleppt an mehreren Angelrouten befestigte Köder hinter sich her. Das Hochseefischen ist anstrengend: Wenn ein großer Fisch angebissen hat, muss sich der Fischer an einem Kampfstuhl festschnallen. Einige Fischarten sind sehr kräftig und wiegen über eine halbe Tonne, der Kampf kann einige Stunden dauern. Die Kunst besteht darin, den Fisch durch angemessenes Einholen und Loslassen der Leine zu erschöpfen. Der Fisch taucht dabei wiederholt unter und bewegt sich wild hin und her. Am Ende wird der Fisch hochgehievt und dabei meist getötet. Die wichtigsten Hochseefischarten sind der Blaue und der Weiße Marlin. Beide haben einen speerförmigen Schnabel und lange fächerförmige Rückenflossen. Der Blaue Marlin erreicht ein Gewicht von 700 kg. Andere begehrte Arten sind der Gelbflossige Thunfisch, der Weiße Thunfisch, der Echte Bonito (der in Puerto Rico viel gefangen und verarbeitet wird) und die größte Art, der Gewöhnliche Thunfisch, der eine Länge von 4,3 m und ein Gewicht von 800 kg erreicht.

Karibik aktiv: Golfen, Wandern und mehr

Golfplatz unter Palmen

Golfplatz unter Palmen

Aber auch an Land kann man in der Karibik viel unternehmen. Golfspielen oder wandern zum Beispiel. Die Karibik ist ein Traumziel für Golfer und viele Plätze zählen zu den schönsten der Welt. An Bord werden entsprechende Landausflüge angeboten. Besonders beliebt sind der Tierra del Sol-Golfcourse auf Aruba, der Sandy Lane Golfcourse auf Barbados oder Aber uns fallen spontan noch weitere ein. Mahogany Run auf Thomas, Jolly Harbor Golf Course auf Antigua und so weiter. Es macht eigentlich keinen Sinn, eine Rangfolge festzulegen. Alle Plätze sind wunderschön und gelegen und haben ihre besonderen Reize.

Die Gebirgsregionen der Karibikinseln sind von Pfaden durchzogen. Auf allen Inseln der Großen Antillen und der östlichen Karibik mit genügend Feuchtigkeit gibt es tropischen Regenwald, der durch Nationalparks geschützt wird. In tiefer gelegenen Gebieten ragen Hartholzgewächse wie Akazien- und Mahagonibäume bis zu 25 m über den farnbedeckten Boden empor, die Stämme von Schlingpflanzen überwuchert. Ab 1000 m Höhe beginnt der Berg- oder Nebelwald, wo Farne und Orchideen in eleganten Verschlingungen von den Ästen herabhängen. Noch höher, über 1500 m, liegen märchenhafte Wälder aus Zwergbäumen, von Moosen und Flechten bedeckt. Neben Wanderungen sind die Zip-Lines, die es überall in der Karibik gibt. An einem gespannten Stahlseil gleitet man über die Baumwipfel. Ein tolles Erlebnis, das wirklich Spaß macht.

Ein Paradies für Wasserratten

StrandspaziergangDie karibischen Inseln sind berühmt für ihre Bilderbuchstrände mit seidigem Sand und sanften Wellen. Sie bieten aber noch eine weitere Attraktion für Wasserratten. Das Bergland vieler Inseln ist von einem Netz von Flüssen und Bächen durchzogen. Kühles Regenwasser wälzt sich durch dichten Regenwald und stürzt in Felsbassins, die nach einer Wanderung durch den Dschungel zu köstlich erfrischenden Bädern im Verborgenen einladen. Früher waren die Flüsse beliebte Treffpunkte für die einheimische Bevölkerung. Vor der Einführung von Wasserleitungen holten die Menschen hier ihr Wasser. Montag war der traditionelle Waschtag. Noch heute sieht man gelegentlich Wäscherinnen die Kleider nach dem Waschen auf Felsen am Ufer zum Trocknen auslegen. Seit jeher wird auch in den Flüssen gebadet. Die besten Flüsse zum Baden finden sich aber auf den Inseln der östlichen Karibik, von Guadeloupe bis Trinidad. Die Großen Antillen und Mittelamerika warten ebenfalls mit breiten Flüssen auf. Viele der Felsbassins und Flüsse liegen abseits der ausgetretenen Wege. Besonders beliebt ist das so genannte Tubing. In großen Reifen oder Schlauchbooten gleitet man den Fluss entlang. Erleben Sie die Karibik aktiv.

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