Blumen und Pflanzen

Baum des Reisenden

Baum des Reisenden in Key West

Die üppigen Blumen und Pflanzen der Karibik sind für viele Urlauber eines der Highlights einer Karibik Kreuzfahrt. Einige Karibik-Inseln sind so fruchtbar, dass man meint, man könne einen Bleistift pflanzen und Wurzeln schlagen lassen. Die Inseln beherbergen mehrere tausend Pflanzenarten: prächtig blühende Bäume, zahlreiche Obstarten, merkwürdige Schlingpflanzen und viele Blumen als Schmuck karibischer Gärten.

In der Karibik gibt es viele hervorragende Botanische Gärten, die Sie zum Beispiel im Rahmen einer Inselrundfahrt erkunden können. Zu den schönsten zählen der Jardin Botanico Nacional in Santo Domingo (Dominikanischen Republik), der Jardin Botanico in Rio Piedras südlich von San Juan (Puerto Rico), die National Gardens in Roseau (Dominica), der Jardin de Balata auf Martinique, der Botanische Garten von St. Vincent sowie der Flower Forest und die Andromeda Gardens auf Barbados. Es gibt sicher noch einige mehr.

Orchideen auf St. Lucia

Orchideen auf St. Lucia

Besonders auffällig ist der Baum der Reisenden. Dieser Baum, der zum Beispiel in den Andromeda Gardens auf Barbados zu sehen ist, wird oft fälschlicherweise als Palme bezeichnet, obwohl er zu den Bananengewächsen gehört. Seine Blätter wachsen fächerförmig und die Art ist leicht daran zu erkennen. Die Samen sind von einem eigenartig blau gefärbten Mantel umhüllt, der ein wohlriechendes Fett liefert. Im Blattgrund der dicht nebeneinander stehenden Blätter sammeln sich ein bis zwei Liter Flüssigkeit, die früher Reisenden in Notfällen als Trinkwasser dienen konnten.

Flamboyant auf St. Kitts

Flamboyant auf St. Kitts

Auch die blühenden Bäume sind in der Karibik allgegenwärtig. Zu den zahlreichen auffällig blühenden Bäumen gehören der Afrikanische Tulpenbaum und der Flammenbaum, der in Kokosplantagen als Schattenspender gepflanzt wird und im Januar ganze Täler rot aufflammen lässt. Der Flamboyant (Nationalpflanze auf St. Kitts) blüht im Juni und Juli rot, und der Akee-Baum trägt große rote Kapseln, deren gelben Samenmantel man essen kann. Eine weitere Nahrungspflanze ist der Brotfruchtbaum. Überhaupt stellen Baumfrüchte für viele Inseln eine wichtige Einkommensquelle dar. Die Frucht des Kalebassenbaums kann nicht gegessen werden, doch hart und getrocknet diente sie früher als Behälter. Und der Kanonenkugelbaum trägt trotz seiner zarten Blüten derbe, große, runde Früchte. Der Lebensbaum ist derart hart und schwer, dass sein Holz im Wasser untergeht. Mahagonifrüchte entlassen Samen, die wie die Nasenzwicker unserer Ahornbäume in der Luft herumwirbeln. Hüten Sie sich vor den scharfen Stammdornen des merkwürdigen Wolfsmilchgewächses hura crepitans, dessen Früchte früher als Sandbehälter dienten. Die Samen des Kapokbaumes sind vollständig von kleinen weißen Haarfasern bedeckt, die man auch heute noch als Isolier- und Stopfmaterial verwendet. Die Fahrer halten auf Ihren Landausflügen gerne an, um Ihnen interessante Blumen und Pflanzen zu zeigen. Die üppige Pracht trägt wesentlich zum Urlaubserlebnis von Karibik Kreuzfahrten bei.

Urwald auf Dominica

Urwald auf Dominica

Es gibt in der Karibik auch trockene Inseln. Darunter flache Gebiete wie die Cayman Islands oder die niederländischen ABC-Inseln (Aruba, Curacao, Bonaire). Diese sind im Allgemeinen von grünem Strauchwerk bedeckt, das sich im Sommer gelb verfärbt. Auf Curacao heißt diese Strauchvegetation Cunucu. Darin kommt die echte Aloe vor, die kosmetisch verwendete Harze und Öle liefert. Die Pflanze blüht nur einmal im Leben und entwickelt dann einen bis zu zehn Meter hohen Blütenstand. In Trockengebieten wachsen auch Kakteen, und in manchen Siedlungen werden sie als Zäune benutzt.

Interessant sind für Urlauber auch die dichten Mangrovenwälder, die man zum Beispiel mit einem Kayak erkunden kann. Diese Bäume sind an das Salzwasser und an den schlammigen Untergrund von Lagunen angepasst. Halt finden sie in ihrem Lebensraum durch zahlreiche Stelzwurzeln und Luftwurzeln.

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